2015 erreichte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit über 31 Millionen Menschen einen neuen Höchststand. Den stärksten Zuwachs gab es aber bei den Teilzeitbeschäftigten. Besonders Frauen aus der Stillen Reserve und Zuwanderer fanden Arbeit, Arbeitslose hingegen kaum.
2015 setzte sich der langfristige Trend der Einsparungen bei der Arbeitsmarktpolitik fort. Nach massiven Einschnitten ab 2009 sinken die Teilnehmerzahlen zwar nicht mehr so stark, pendeln sich aber mit teils leichten Zuwächsen und teils leichten Rückgängen auf konstant niedrigem Niveau ein.
Zu den Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung gehörten 2015 die Arbeitsgelegenheiten, besser bekannt als „Ein-Euro-Jobs“, die Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV), der Beschäftigungszuschuss und das neue Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter. Bei den Arbeitsgelegenheiten sanken die Teilnehmerzahlen auf etwa 87.000 Personen. Einen Beschäftigungszuschuss erhielten noch etwa 3.700 Personen. Auch die Teilnehmerzahlen bei der FAV ist 2015 auf 8400 Teilnehmer gesunken. Die Bürgerarbeit ist Ende 2014 ausgelaufen. Neu hinzugekommen ist das Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter, das 2015 aber auf gerade einmal 550 Teilnehmer kam.
Je besser die Gesundheit von Beschäftigten, desto geringer ihr Risiko arbeitslos zu werden. Gleichzeitig haben Arbeitslose ein höheres Krankheitsrisiko, wenn mit der Arbeitslosigkeit materielle Einschränkungen verbunden sind. Dies zeigt eine Studie des Bayrischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Auch lange Zeit nach einem Jobverlust erreichen Arbeitslose nicht wieder das Niveau der Lebenszufriedenheit vor der Arbeitslosigkeit. Völlig unabhängig von der Persönlichkeit sorgt die Arbeitslosigkeit zudem für ein kurzfristiges Gefühl von Angst. Das ermittelten Wissenschaftler des DIW Berlin und der Freien Universität Berlin.
Langzeitarbeitslose haben noch Jahre nach der Arbeitslosigkeit mit deren Auswirkungen zu kämpfen. Nach einem Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit sind die Lohnverluste hoch – und bleiben es langfristig. Das zeigt eine Studie der Ökonomin Donna S. Rothstein.
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