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Der neue Armutsbericht 2026 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist veröffentlicht worden.

Der neue Bericht kann hier im Original heruntergeladen werden:

➔ Greta Schabram et al. (2026): Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit. Paritätischer Armutsbericht, Berlin: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband, Juni 2026

Aus der Zusammenfassung:

Die Armutsbetroffenheit ist im Betrachtungszeitraum der letzten fünf Jahre auf ihrem Höchststand. Insgesamt 13,3 Millionen Menschen sind hierzulande von Einkommensarmut betroffen. Die Armutsquote liegt bei 16,1 Prozent.

Frauen sind mit 16,7 Prozent etwas häufiger von Armut betroffen als Männer mit 15,6 Prozent.

Bei älteren Menschen ist die Situation unvermindert angespannt: Die Armutsquote liegt bei 19,5 Prozent. Damit ist inzwischen etwa jede fünfte Person ab 65 Jahren von Armut betroffen. Der Lebensabend droht zur Armutsfalle zu werden.

Ein-Personen-Haushalte und Alleinerziehende zählen zu den am stärksten von Armut betroffenen Haushaltstypen. Mit einer Armutsquote von 30,3 Prozent bei Alleinlebenden und 28,9 Prozent bei Alleinerziehenden ist jeweils rund jede dritte Person in diesen Lebenslagen betroffen.

Aktuelle Vorschläge der Regierung zum Sozialabbau (z. B. bei Wohngeld und Unterhaltsvorschuss) drohen die Armut bei Gruppen, die ohnehin besonders von Armut betroffenen sind, wie ältere Menschen und Alleinerziehende zu verschärfen.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich: Während in Bayern etwa jede achte Person von Armut betroffen ist, gilt dies in Sachsen-Anhalt für mehr als jede fünfte Person. In Bremen lebt sogar mehr als jede vierte Person in Armut. 4,6 Millionen Personen leben in erheblicher materieller Entbehrung. Darunter etwa 1 Million minderjährige Kinder und Jugendliche und 650.000 Altersrentner.

Aus der aktuellen Medienberichterstattung:

➔ Tagesschau Online: Armut in Deutschland nimmt zu (02.06.2026): In Deutschland leben laut dem Paritätischen Gesamtverband so viele Menschen in Armut wie noch nie seit 2020. Besonders betroffen sind demnach Alleinerziehende, Alleinlebende und Ältere. Regionale Unterschiede bleiben groß.

➔ Deutschlandfunk: 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in Armut – höchster Wert seit 2020 (02.06.2026): In Deutschland sind laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband so viele Menschen armutsbetroffen wie seit 2020 nicht mehr. Im vergangenen Jahr seien es rund 13,3 Millionen Menschen gewesen – etwa 16 Prozent der Bevölkerung, erklärte der Verband unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

➔ Süddeutsche Zeitung Online: Bericht: „Trauriger Rekord“ bei Armut in Deutschland (02.06.2026): Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, wie sie die Rechnungen für Strom, Heizung oder einen neuen Kühlschrank zahlen sollen. Regional sind die Unterschiede dabei groß.

Stand: 02.06.2026; 10:00 Uhr