Erwerbstätigkeit schrumpft trotz besserer Konjunktur. Das IAB veröffentlicht eine Prognose der Arbeitsmarktentwicklung parallel zum „Herbstgutachten 2026“ der Wirtschaftsforschungsinstitute

Sie wächst wieder (stärker, als noch vor einigen Monaten erwartet), die deutsche Volkswirtschaft. Das schreiben zumindest namhafte Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem im Auftrag der Bundesregierung erstellten sogenannten „Herbstgutachten 2026“. Das neue Gutachten haben die Institute unter diese Überschrift gestellt: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen. »Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Ende des Jahres 2025 im Aufschwung. Die Wirtschaftsleistung ist in den vergangenen drei Quartalen nach einer mehrjährigen konjunkturellen Schwächephase beschleunigt gestiegen und liegt nun erstmals wieder über dem Niveau, das im Laufe des Jahres 2022 vor Ausbruch der damaligen Gaspreiskrise erreicht worden war«, heißt es in der heute veröffentlichten Pressemitteilung dazu.

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Der Wechsel von Arbeitskräften zwischen Branchen bricht weiter ein. Ergebnisse aus dem „IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar“

Die Wirtschaft steckt in der Transformation – selten war der Veränderungsdruck so groß. Das würde auch bedeuten, dass Beschäftigte aus schrumpfenden Branchen in aufstrebende Bereiche wechseln.

Könnte man annehmen. Allerdings: Genau diese Bewegungen finden immer weniger statt.

Das berichtet Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) der Bundesagentur für Arbeit unter Bezugnahme auf den „IAB-LinkedIn-Branchenwechsel-Radar“.

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Ein Blick auf die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsbarometer: Der Stellenabbau geht weiter und die kurzfristigen Perspektiven für den Arbeitsmarkt sind eher negativ

Immerhin „behauptet“ sich die Gesamtbeschäftigung, aber die Entwicklung wird „durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat“. Mit diesen Worten wird Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zitiert. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Februar das erste Mal seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf nun 99,5 Punkte und unterschreitet damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten.

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