Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt: Das Angebot an Ausbildungsstellen und die Übernahmen schrumpfen, weiter viele unbesetzte Stellen. Und der grenzüberschreitende Blick zurück auf ein „Erfolgsmodell“

»Einerseits ist die duale Ausbildung noch immer ein zentrales Instrument der Fachkräftesicherung, und das Ausbildungsinteresse von Jugendlichen hat aktuell leicht zugenommen. Andererseits belasten wirtschaftliche Unsicherheit, rückläufige Ausbildungsangebote und anhaltende Passungsprobleme den Ausbildungsmarkt.

Angesichts der Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten durch die Folgen des Iran-Krieges ist zu befürchten, dass das Ausbildungsplatzangebot 2026 weiter sinkt und die Zahl der in diesem Jahr neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sogar unter den Tiefststand von 2020 fallen könnte. Trotz einer steigenden Zahl an unversorgten Jugendlichen ist paradoxerweise damit zu rechnen, dass die Nichtbesetzungsquote von Ausbildungsstellen weiter hoch bleiben wird.«

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Der Nachwuchs im doppelten Sinkflug: immer wenige neue Ausbildungsverträge und immer weniger bestandene Abschlussprüfungen

Überall – außerhalb von Deutschland – wird die duale Berufsausbildung als eine besondere und idealerweise zu imitierende Form der beruflichen Qualifizierung gelobt und als großes Vorbild herausgestellt.

Aber in Deutschland, dem Kernland der dualen Berufsausbildung, steckt sie in vielen Berufsfeldern in einer schweren Krise. Auf der einen Seite gibt es seit Jahren ein Problem für viele eigentlich ausbildungswillige Betriebe – und deren Anteil an allen Betrieben schrumpft zugleich -, denn sie können die angebotenen Ausbildungsplätze kaum oder immer öfter gar nicht mehr besetzen. Sie finden schlichtweg keine Azubis.

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