Der DGB veröffentlicht Anfang September einen Beitrag zur Situation von Menschen mit Schwerbehinderung auf dem Arbeitsmarkt. Dabei wird deutlich, dass aktuelle negative Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt insbesondere diese Gruppe treffen. Zwar entwickelt sich ihre Arbeitslosenquote ähnlich wie die allgemeine Arbeitslosenquote, jedoch bleibt eine große Lücke. Gleichzeitig kommen viele Arbeitgeber trotz gesetzlicher Vorgaben ihrer Beschäftigungspflicht nicht nach.
Beschäftigungsentwicklung
Ein Blick auf die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsbarometer: Der Stellenabbau geht weiter und die kurzfristigen Perspektiven für den Arbeitsmarkt sind eher negativ
Immerhin „behauptet“ sich die Gesamtbeschäftigung, aber die Entwicklung wird „durch die Industriekrise belastet: Das Verarbeitende Gewerbe verliert derzeit 15.000 sozialversicherungspflichtige Jobs im Monat“. Mit diesen Worten wird Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zitiert. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Februar das erste Mal seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf nun 99,5 Punkte und unterschreitet damit erstmals seit Juli 2025 wieder die neutrale Marke von 100 Punkten.
Im Jahr 2025 hat die deutsche Industrie 120.000 Jobs abgebaut. Und die Aussichten für 2026 bleiben düster
Bereits seit längerem wird über eine „Deindustrialisierung“ in Deutschland gesprochen – angesichts der im internationalen Vergleich immer noch überdurchschnittlichen Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an dem Anteil an der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung wie auch hinsichtlich der Zahl der Beschäftigten, zudem unter Berücksichtigung des Tatbestands, dass in der Industrie überwiegend gut bis sehr gut bezahlte Arbeitsplätze anzutreffen sind, wäre eine „Deindustrialisierung“ für Deutschland eine besonders problematische Herausforderung.