Wenn über Langzeitarbeitslose gesprochen wird, geschieht dies häufig nicht aus einem positiven Blickwinkel. Wer in Deutschland länger als 12 Monate arbeitslos gemeldet ist und damit als langzeitarbeitslos gilt, ist mit negativen Vorurteilen konfrontiert.
Gerade in der Debatte um das frühere Bürgergeld beziehungsweise die neue Grundsicherung wird über Langzeitarbeitslose, teils emotional aufgeladen, diskutiert. Langzeitarbeitslose selbst kommen dabei selten zu Wort. Stattdessen prägen einzelne öffentlichkeitswirksame Fälle das Bild einer heterogenen Gruppe. Die mediale Aufmerksamkeit fokussiert sich dann auf ein skandalöses Beispiel und gleichzeitig bleiben viele andere von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Personen unsichtbar.
Doch es gibt Gegenwind. Von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene organisieren sich und erheben ihre Stimme, um sich selbst in die öffentliche Debatte einzubringen. Ein Beispiel dafür ist die IGELA Interessengemeinschaft Langzeitarbeitsloser.
