| Arbeiten und Lernen: Sprachförderung und Beschäftigung sinnvoll verbinden Für Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte ist der Weg in den Arbeitsmarkt häufig mit besonderen Herausforderungen verbunden. Trotz bereits absolvierter Integrations- und Sprachkurse fehlen oft noch die sprachliche Sicherheit und praktische Erfahrung, die für eine nachhaltige Integration in Beschäftigung erforderlich sind. Hier setzt das Projekt „Arbeiten und Lernen“ der renatec GmbH in Düsseldorf an (09.06.2026) … mehr |
| Ein Job, der jeden Tag Wirkung zeigt! Die Kaufhäuser der Diakonie sind mit ihrem gut sortierten Angebot beliebt. Doch sie stehen nicht nur für günstige Einkaufsmöglichkeiten, sondern für berufliche Biografien und Teilhabe. Silvia Kaiser hat so in Rheinhausen einen festen Arbeitsplatz gefunden, der ihre Existenz sichert – und den sie gerne macht (29.05.2026) … mehr |
Transfergesellschaften: Besser als ihr Ruf.
Interview mit dem Arbeitsmarktforscher Prof. Dr. Gernot Mühge (04.05.2026)
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Gernot Mühge, Professor an der Hochschule Darmstadt, arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Transfergesellschaften. So hat er 2009 gemeinsam mit Matthias Knuth die Studie Von der Kurz-Arbeit zur langfristigen Sicherung von Erwerbsverläufen: Weiterentwicklung der Instrumente des Beschäftigtentransfers veröffentlicht und 2017 die Studie Qualifizierung und Teilqualifizierung in Transfergesellschaften. Ebenfalls 2017 wurde von Mühge gemeinsam mit Kathrin Filipiak und Susanne Marx das Leitbild gute Transferberatung. Impuls für eine moderne arbeitsmarktpolitische Beratung veröffentlicht: »Die Anforderungen an die arbeitsmarktliche Beratung von Personen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben und in Transfergesellschaften übergehen, sind komplex. Es mangelt an brauchbaren Leitbildern, die ein bedarfsorientiertes Beratungsverständnis und adäquate Grundprinzipien vorgeben, Orientierung stiften sowie zur Motivation und Professionalisierung der Transferberatung beitragen. Um diese Lücke zu schließen, wurde im Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft das Leitbild Gute Transferberatung entwickelt.« Zu diesem Leitbild hat es nun im vergangenen Jahr ein Update gegeben, das von der nordrhein-westfälischen G.I.B. veröffentlicht wurde: Gernot Mühge, Ralf Burger, Nicole van Lieshaut und Katja Nink (2025): Gute Transferberatung „neu gedacht“. Reflexion und Modifikation eines Leitbilds für die Praxis der arbeitsmarktpolitischen Beratung, Bottrop 2025.
Man kann davon ausgehen, dass die Frage der Transferberatung und der operativen Umsetzung in Transfergesellschaften gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Entlassungswellen in der Industrie eine „Renaissance“ erfahren könnte.
| „Wir geben jedem eine Chance“. Langzeitarbeitslose besuchen Sicherheitsunternehmen in Esslingen (10.04.2026) Im Rahmen eines Firmenbesuches trafen zehn langzeitarbeitslose Menschen am 11.03.2026 auf Gandhi Gabriel, den Geschäftsführer des Esslinger Sicherheitsunternehmens „Sicherheit, Service, Beratung GmbH“ (SSB) sowie dessen Einsatzleiterin Michel Stracabosko-Dvorski. Ziel des Zusammentreffens war es, Einstiegsmöglichkeiten auszuloten sowie Bewerbungsunterlagen zu übergeben. Die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Personen kamen vom Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH, einem Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen in Stuttgart, das arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Benachteiligte umsetzt … mehr |
Raus aus den Gangs: Der Jesuit Greg Boyle und sein Einsatz für die Gestrandeten (24.03.2026):
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»Jahrelang war Gregory Boyle in seiner Gemeinde – einem Brennpunktviertel von Los Angeles – mit brutaler Bandenkriminalität konfrontiert. Diese Erfahrung brachte ihn dazu, ein Resozialisierungsprogramm für Gangmitglieder aufzubauen, das heute weltweit zu den größten zählt. Ein Besuch bei den „Homeboy Industries“ zeigt, wie aus Hoffnungslosigkeit neue Lebenswege entstehen.« Ein Deutschlandfunk-Beitrag.
Wer sich über diese Erfolgsgeschichte im Original informieren möchte, wird hier fündig: https://homeboyindustries.org.
Digitalisierung – Jobcenter schult Langzeitarbeitslose (13.03.2026):
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»Im Jobcenter in Hamburg hat man eine Idee entwickelt, um Langzeitarbeitslose in dem Feld der digitalen Kompetenzen besser aufzustellen. Das Jobcenter fördert ein besonderes Café, das Café Digital. Dort haben Langzeitarbeitslose die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen zu schulen. Die Jobcenter-Kunden können kommen, ihre Fragen stellen, Kaffee trinken, verweilen und vor allem auch mit den Leihgeräten arbeiten. Viele Langzeitarbeitslose haben schon Probleme damit, mit dem Onlineportal des Jobcenters zurechtzukommen. Mangelnde Digitalkompetenzen seien aber vor allem bei der Jobsuche selbst ein Problem.« Ein Beitrag von Deutschlandfunk Kultur.
Weitere Informationen: café digital Hamburg: https://cafedigital.hamburg/
Förderung durch das Jobcenter team.arbeit.hamburg. Durchführung: DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH Hamburg und SBB Kompetenz gGmbH.
„Es braucht einen langen Atem“ und „Es wird nur so gehen“: Selbstbestimmt im Alter – Wohnen und Pflege anders gestalten (25.02.2026):
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»Die Rentenkassen sind unter Druck, der Pflegenotstand ein Dauerbrenner: Die Prognosen für das Leben im Alter zeichnen keine rosige Zukunft. Umso wichtiger werden alternative Modelle, die die Pflege und Versorgung im Alter neu denken. So entstehen zum Beispiel Wohnprojekte im Quartier, um im gewohnten Umfeld alt werden zu können. Oder ein Zeitkonto, wo man durch ehrenamtliche Arbeitsstunden Guthaben für Hilfsleistungen im Alter ansparen kann. Solche Modellprojekte ermöglichen Betroffenen, die Vorsorge für das Alter – zumindest etwas – selbst in die Hand zu nehmen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Aber können das echte Alternativen für alle sein?« Eine SWR-Sendung.
Servicestelle Jugendberufsagenturen: „Wir können den jungen Menschen jetzt häufig passgenaue Angebote eröffnen“. Interview mit Christina Grodotzki vom Jugendamt Essen
»Das Interview beleuchtet die Entwicklung und Arbeitsweise der Jugendberufsagentur Essen. Seit 2020 arbeitet die Jugendberufsagentur als rechtskreisübergreifendes Kooperationsmodell, um junge Menschen ganzheitlich zu beraten und zu unterstützen. Ziel ist eine handlungsfähige, präsente und niedrigschwellige Jugendberufsagentur, die passgenaue Angebote macht und strukturelle Hürden zwischen den Rechtskreisen überwindet – mit dem Anspruch, Lebensläufe positiv zu verändern und echte Teilhabe zu ermöglichen.«
»Die Servicestelle Jugendberufsagenturen informiert, unterstützt und berät rund um das Thema rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Sozialleistungsträger SGB II, III und VIII am Übergang Schule – Beruf. Wir richten uns in erster Linie an Fach- und Führungskräfte aus Jugendberufsagenturen. Darüber hinaus sind wir im Austausch mit Verbänden, Verwaltung und Wissenschaft sowie weiteren Akteuren, die sich in ihren Arbeitskontexten mit rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit beschäftigen. Die Servicestelle Jugendberufsagenturen ist eine Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und ist angesiedelt im Bundesinstitut für Berufsbildung. Die Servicestelle Jugendberufsagenturen agiert in enger Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und den kommunalen Spitzenverbänden. Auch die Expertise des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Länder fließt in die Arbeit der Servicestelle Jugendberufsagenturen ein.«
Deutschlandfunk: Inklusionsunternehmen: Supermärkte auf dem Land beschäftigen Menschen mit Behinderung (16.02.2026)
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»Wenn ein Mensch eine Behinderung hat, dann heißt das noch lange nicht, dass er oder sie nicht arbeiten kann. Viele Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen wollen auch arbeiten. Sie finden aber keinen Job. Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung ist etwa doppelt so hoch wie im Rest der Bevölkerung. Inklusionsbetriebe, also Unternehmen, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten, die wollen diesen Zustand ändern. Im Grenzgebiet zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, da gibt es zwei inklusive Supermärkte.«
Der im Beitrag vorgestellte Hunte Frische Markt wird vom Servicehaus Stemwede gGmbH betrieben, einem Inklusionsunternehmen. Die gGmbH gehört zum Lebensperspektiven e.V. Das Servicehaus Stemwede bietet vielfältige Dienstleistungen – von Bau- und Handwerksarbeiten über Gartenpflege bis hin zum Einzelhandel, Tankstelle und einer Autowaschanlage. Und die beiden Nahversorger-Märkte „Hahme Frische Markt“ und „Hunte Frische Markt“. Mindestens 40 Prozent der Beschäftigten sind Menschen mit Beeinträchtigung, die in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen tätig sind.

Aus der Praxis eines großen Jobcenters
Das Dezernat Zukunft. Institut für Mikrofinanzen gibt den Podcast „Die Geldfrage“ heraus. Am 04.12.2025 wurde eine neue Folge veröffentlicht unter dem Titel „Wer bekommt Bürgergeld und wie läuft die Arbeit in einem Jobcenter ab?“. Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Annette Farrenkopf, Leiterin des Jobcenters München, über Menschen ohne Erwerbsarbeit.
Es geht darum wer wie mitwirken muss und die Erkenntnis, das jeder Fall seine eigene Geschichte hat, die weit über statistische Merkmale hinaus geht. Ein unaufgeregt-differenziertes Bild, das die Leiterin des Jobcenters in dem Gespräch entfaltet. Es gelingt ihr, die enorme Heterogenität der Menschen und ihrer Hintergründe zu umreißen, die als „Kunden“ in die Jobcenter kommen. Hier geht es direkt zu dem Gespräch:
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